Steigende Kosten, Fachkräftemangel und ungeklärte Nachfolgefragen prägen derzeit den Alltag vieler Handwerksbetriebe. Laut Umfrage sehen mehr als die Hälfte der Unternehmen den Mangel an Fachkräften als größte Herausforderung – knapp 50 % kämpfen zusätzlich mit steigenden Materialkosten, und über 40 % haben bisher keine Nachfolgeregelung getroffen. Die Ergebnisse machen deutlich: Die Lage ist anspruchsvoll – aber keineswegs aussichtslos. Häufig fehlt es vielmehr an Zeit, Ressourcen und passenden Strukturen, um Veränderungen wirksam anzustoßen.

Digitale Transformation im Handwerk

Fast 80 % der Befragten bewerten Digitalisierung grundsätzlich positiv – doch es hapert an strategischer Begleitung. Bisher digital aktiv sind vor allem Prozesse wie Rechnungsstellung, Angebotskalkulation oder Zeiterfassung. Der Schlüssel: Digitalisierung beginnt nicht mit Software, sondern mit einer echten Kultur des Wandels, unterstützt durch praxisnahe Impulse.

Nachwuchsgewinnung für das Handwerk

Der Fachkräftemangel bleibt ein zentrales Thema: 56 % der befragten Betriebe sehen eine große Lücke bei qualifizierten Fachkräften. Besonders erfolgreiche Strategien zur Nachwuchsgewinnung sind Praktika, persönliche Empfehlungen und Social-Media-Maßnahmen. Um Talente langfristig zu halten, sind neben einem angemessenen Gehalt vor allem Teamgeist, Perspektiven und Weiterbildung entscheidend.

Marktentwicklung, Finanzstrategie und Zukunftssicherheit

Die Zukunft des Handwerks bewegt sich zwischen Zuversicht und Unsicherheit: Mehr als 50 % der Befragten erwarten Wachstum, fast 30 % hingegen Rückgang und zunehmenden Wettbewerb. Welche Kräfte den Wandel treiben? Verändertes Kundenverhalten, neue Regulierungen und anhaltender Fachkräftemangel. Wer erfolgreich bleiben will, muss aktiv planen und handeln – idealerweise, bevor eine Krise eintritt.

Ruf & Wahrnehmung des Handwerks

Preis ist für Kund:innen weniger entscheidend – wichtiger sind Verlässlichkeit, Qualität und Vertrauen. Die Umfrage bestätigt: Hochwertige Arbeit, zuverlässiger Service und klare, verbindliche Kommunikation sind zentrale Faktoren. Das Handwerk genießt ein hohes Ansehen – und dieses Vertrauen lohnt es zu pflegen: durch strategische Positionierung und gezielte Kundenkommunikation.

Quelle: https://www.handverksgruppen.com/de/umfrage-handwerk-2025